Marisa kämpft, jeden Tag, gegen alles und jeden. Auf ihrem T-Shirt steht „Nazibraut“ und so verhält sie sich auch. Ihr Freund wird festgenommen und andere müssen dafür büßen.
Wir werden tief in die hässliche und graue Welt von Nazis gezogen. Bei diesen Bildern fragen wir uns, wie man nur so werden kann bzw. als erwachsener Mensch bleiben kann. Erziehung und Erlebnisse spielen eine große Rolle beim Werden wie man ist, aber irgendwann muss man selbst denken und manche erlernten Dinge vielleicht über den Haufen werfen…
Marisa (Alina Levshin) ist Anfang 20 und lebt im Hier und Jetzt. Ihre Zukunft liegt verschwommen vor ihr, sie hat keinen Plan. Ihrer Clique geht es da ähnlich – mit der hört sie Musik und feiert bierreiche Parties. Es könnte alles so weitergehen, wenn die 15-Jährige Svenja (Jella Haase) Marisa ihren Platz in der Clique nicht streitig machen würde. Außerdem „verirrt“ sich der afghanische Flüchtling Rasul (Sayed Ahmad Wasil Mrowat) an den Stamm-Badesee der Clique. Dadurch wird eine Kette von Ereignissen in Gang gesetzt, die Marisas Leben durcheinanderwirbeln.
Der Diplom-Film von David Wnendt ist sehr realitätsnah und stellt Marisas Situation glaubwürdig dar. Wnendt, der auch das Drehbuch geschrieben hat, erhielt dafür den Förderpreis Deutscher Film und Hauptdarstellerin Alina Levshin wurde als beste Darstellerin ausgezeichnet.
Bildquelle: Ascot Elite
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